Hair Rig

Für viele wohl DIE Boiliemontage schlechthin. Grundüberlegung dieses Rigs ist, dass der Köder sich durch die Anbindung an ein "Haar" relativ natürlich verhält und sich dadurch für den Karpfen nicht oder nur schwer von den anderen Futterboilies unterscheiden lässt. Der Karpfen saugt dann , den Köder ein und damit natürlich auch den Haken. Wenn der Karpfen dann das unangenehme "Anhängsel" bemerkt, ist es meist schon zu spät. Der Haken ist schon im Maul und setzt sich gerade beim Ausspucken irgendwo fest. Das Hair Rig wurde Ende der siebziger Jahre von Len Middleton und Kevin Maddocks entwickelt, nachdem sie in Ihren Angelgewässern beobachtet hatten, dass die Karpfen oft sorgfältig alle Futterboilies aufsammelten, die Hakenköder aber unbeachtet liegen ließen. Bei diesen Gewässern handelte es sich allerdings um seit Jahren sehr hart befischte Teiche. Nachdem sich die neue "Wundermontage" nicht mehr verheimlichen ließ, wurde sie bald von allen Karpfenanglern übernommen und kam mit der Verbreitung der Boilieangelei schließlich auch zu uns nach Deutschland. Mittlerweile gibt es unzählige Weiterentwicklungen des Hair Rigs bei denen versucht wurde, durch unterschiedliche Anbindung des Haares eine verbesserte Hakgenauigkeit zu erzielen.

 

 

 

Benthook Rig

Eine weitere Montage aus England. Hierzu wird ein spezieller Haken benötigt. Der Köder (meist ein Popup) wird an einem sehr kurzen Haar (5mm) montiert und auf das Vorfach wird dicht am Haken ein entsprechendes Gegengewicht in Form eines Bleischrotes oder Knetblei angebracht. Durch diese Montage schwebt der Köder leicht über dem Boden und durch die Ausbalancierung mit dem Blei wird das Haken-Köderpaket nahezu schwerelos und damit auch verhältnismäßig unauffällig beim Ansaugen durch den Karpfen.

 

Line Aligner

Ein von Jim Gibbinson entwickeltes Konzept zur Verbesserung der Bissausbeute und gewissermaßen eine Weiterentwicklung des Benthooks. Die Vorteile des Line Aligners liegen auf der Hand: Gute Bissausbeute, man kann nahezu alle Haken verwenden, keine übermäßige Schädigung des Karpfens. Was ist nun eigentlich eine Line Aligner? Es handelt sich hierbei um ein kleines Stück Schrumpfschlauch, welches über das Hakenöhr gezogen wird. Mit einer Nadel wird nun das Vorfach seitlich aus diesem Röhrchen herausgeleitet, sodass dann schließlich ein Haken entsteht, der vom Prinzip her dem Benthook gleicht, sich aber beim Drill durch den weichen Schlauch nicht so ungünstig verhält wie ein starrer Benthook.

Bleimontage

Nachdem man sich für eine Hakenmontage entschieden hat, bleibt nun noch die Frage, ob man mit Lauf- oder Festbleimontage fischen sollte. Hierzu sollte man sich erst mal klar machen, dass man in den wenigsten Fällen wirklich mit einer freilaufenden Montage fischt, auch wenn man ein Laufblei montiert hat. Denn schließlich ist selbst unter optimalen Bedingungen, bei denen das Blei nicht im Bodengrund einsinkt oder sich irgendwie verdreht, immer noch der Widerstand der Bleiöse zu berücksichtigen. Ich bevorzuge daher halbfeste Bleimontagen. Halbfest bedeutet, dass sich dass Blei beim Biss wie ein festes Blei verhält und daher ein gutes Eindringen des Hakens ermöglicht. Sollte es zu einem Schnurbruch kommen, ist der Karpfen aber immer in der Lage, sich von dem Blei zu lösen. Ein sehr gutes System kommt von Kevin Nash: Der Safety Bolt und der Safety Run Rig. Es handelt sich hier um kleine Kunststoffclips, in die man zum einen das Blei einklinken kann, zum anderen auch den Wirbel zum Vorfach halbfest einklinken. Im Falle eines Schnurbruches, kann sich der Karpfen leicht von der Montage befreien. Eine andere sehr einfache Möglichkeit ergibt sich bei Verwendung von Anti Tangle Bleien: Man zieht einfach über das untere Ende ein kurzes Stück Gummischlauch, in das man dann den Wirbel hineinziehen kann.

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